Die kurze Antwort darauf lautet: Es kommt drauf an. Für die längere – und interessantere Antwort – lesen Sie bitte weiter.

Büroflächenbelegung

Belegung bezieht sich darauf, ob verfügbare Plätze genutzt werden (besetzt sind) oder zu verschiedenen Zeitpunkten leer sind. Offensichtlich ist ein Einblick in die Belegung entscheidend, um herauszufinden, wie viel Platz Ihr Büro wirklich braucht, um seine Mitarbeiter zu unterstützen. Diese Metrik ermöglicht in der Tat ein Verständnis der Nutzung des Raums:

  • Im Vergleich zur Verfügbarkeit (z.B., der Raum ist zu 60 % belegt, steht also zu 40 % leer)
  • Im Vergleich zur Kapazität (z.B. es sind nur 2 oder 3 Personen in einem Konferenzraum, der Platz für 10 hat)
  • Zu Stoßzeiten im Vergleich zur durchschnittlichen Nutzung
  • Je nach Art des Raums (z. B. Arbeitsstationen, große Tagungsräume, kleine Konferenzzimmer und Gemeinschaftsräume, Cockpits, Konzentrationsräume, „Breakout“-Räume und Aufenthaltsbereiche)

 

Belegung im Verleich zur Aktivitäten
Durch den Einsatz von Sensoren, die die Belegung auf einer kontinuierlichen Basis erfassen, können Sie Trends und Entwicklungen verfolgen. Mit diesen Daten können Sie Ihre aktuelle Arbeitsbereichsnutzung und Funktionsfähigkeit von Räumen prüfen.

Die Visualisierung von Daten kann Ihnen zum Beispiel zeigen, welche Räume nicht belegt sind und in Bezug auf welche ein hoher Bedarf besteht. Nehmen wir an, dass die Daten einen Mangel an kleinen Tagungsräumen aufzeigen. Als schnelle Lösung könnten Sie einen großen Raum mit Hilfe einer Trennwand in zwei unterteilen; oder prüfen, ob Unterbelegung mit Komfortfaktoren wie Luftqualität, Akustik oder thermische Behaglichkeit korreliert werden kann. In einem tätigkeitsbezogenen Büro können Belegungsdaten Ihnen außerdem helfen, das optimale Tisch zu Mitarbeiter Verhältnis zu finden.

Objektiv kann die Messung der Belegung Möglichkeiten in Bezug auf Nachrüstung (Upgrading) oder Reduzierung (Downsizing) aufzeigen, so dass Sie Kosten reduzieren oder die Produktivität steigern können. Allerdings – und unabhängig davon, was man ihnen möglicherweise sagen könnte – Belegungsdaten reichen nicht aus, um ein neues Arbeitsplatzkonzept zu entwickeln.

Belegung am Arbeitsplatz

Um ein optimalen Arbeitsplatzkonzept zu entwickeln benötigen Sie tatsächlich ein umfassendes Verständnis der Art und Weise, wie Ihre Mitarbeiter arbeiten. Dies erfordert datengestützte Einblicke in Arbeitsplatzaktivitäten und -interaktionen – nicht nur Belegung.

Unabhängig davon, ob Sie neuen Raum mieten oder Ihren vorhandenen Arbeitsraum verändern, ist es notwendig über das Messen der Belegung hinauszugehen und zu verstehen, wie Menschen den Arbeitsplatz nutzen, mit wem sie interagieren, welche Art von Aktivitäten sie durchführen und wie sie der Arbeitsplatz bei diesen Aktivitäten unterstützt oder behindert. Sie werden einen Einblick in, zum Beispiel, das Folgende erhalten: Welche Auswirkungen hat Lärm auf die Fähigkeit der Mitarbeiter konzentriert zu arbeiten? Was sind die Muster der Zusammenarbeit innerhalb der Teams und zwischen den Teams? Wie mobil ist die Arbeitnehmerschaft? Wie verwenden die Mitarbeiter Technologie? Gibt es team-spezifische Erfordernisse?

Nur dann, wenn Sie hinreichend detaillierte Antworten auf diese Fragen haben, werden Sie in der Lage sein, einen Designer oder einen Architekten anzuweisen, wie er einen Arbeitsplatz entwerfen kann, der nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch effektiv ist.

Ein Unternehmen wie MCS Solutions verwendet die Sammlung personenbezogener Daten (ABOOT™-Methode) in Kombination mit Sensordaten und Flächenmanagement-Software für:

  • die Messung von Belegung, Aktivitäten, Interaktionen und Lärmpegel
  • die Visualisierung dieser Daten auf Grundrissen und Dashboards und das Benchmarking des Verhältnisses zwischen Raum und Belegung
  • die Berechnung von Raumerfordernissen, die Bestimmung der benötigten Raumarten und der Ermittlung der optimalen Kombination

In Verbindung mit Interviews/Workshops und Mitarbeiterbefragungen bietet dies die Bausteine für die Schaffung eines agilen, effektiven und angenehmen Arbeitsplatzes.

In einem weiteren Artikel werden wir erörtern, wie Feedback in Bezug auf Belegung mit Messdaten auf Mikroebene gekoppelt werden kann, um Entscheidungen zu untermauern und eine guten Arbeitsplatzausstattung zu schaffen.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Bitte nehmen Sie mit uns Kontakt auf.