Die Rolle heutiger Facility Manager wächst. Sie werden in mehr Aspekte des Geschäftsbetriebs eingebunden und sind damit von größerer Bedeutung für den Unternehmenserfolg.

Viele Facility Manager berichten heute direkt an die Geschäftsleitung, sodass die FM-Datenerfassung und die Fähigkeit die Daten zu verstehen und darüber Bericht zu erstatten, ein immer wesentlicherer Teil ihrer Aufgabe werden.

Big-Data, große Chancen

Mit der explosionsartigen Ausbreitung des IoT ist es viel einfacher geworden, granulare „big data“ Daten aus der Arbeitsplatzumgebung zu erfassen, zu übertragen und zu verarbeiten. Facility Manager sind daher nicht mehr auf die traditionellen jährlichen Umfragen oder ein konsolidiertes Reporting, bei welchem die wichtigen Daten verloren gehen – mit dem Risiko falsche Verallgemeinerungen zu machen oder in Durchschnittswerten zu ertrinken, angewiesen.

Das Aufkommen der Smart Building Technologie ermöglicht es, FM-Managern über ihr „Bauchgefühl“ hinaus zu gehen und Erkenntnisse auf Basis von tatsächlichen Nutzungsdaten zu gewinnen. Diese können in Echtzeit erfasst werden, indem man drahtlose Sensornetze einrichtet und mit bestehenden, vorher geschlossenen Systemen, wie bspw. BMS oder einer Energiezähler-Infrastruktur, verbindet. In einer Analyse-Plattform gesammelt, können die Daten neue Erkenntnisse über Präferenzen der Mitarbeiter, Nutzung von Einrichtungen und Leistungstreibern aufzeigen.

Hier kommt die neue Generation von Analysten ins Spiel. Diese sind nicht nur Facility-Experten, sondern Datenwissenschaftler, die wissen, wie man Daten interpretiert und visualisiert, um daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen. Bspw. wurde die Belegung früher immer zu Zeiten der Spitzenauslastung gemessen. Die detaillierteren Daten von heute, erlauben es aber, nach Mustern zu suchen und Abhängigkeiten zu entdecken, indem man die Daten mit Daten aus anderen Quellen, wie bspw. der Bearbeitung von Beschwerden und Helpdesk-Tickets oder der Überwachung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Geräuschpegel verknüpft. Die Zuordnung dieser Zusammenhänge hilft dabei zu verstehen, warum bestimmte Flächen kaum genutzt werden (bspw. schlechte Luftqualität, zu warm, zu laut,…) und kann daraufhin entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Nutzungsabhängige FM-Service-Bereitstellung

Ein anderer IoT-Business-Case ist die Reinigung. Eine Aufgabe, die es schon seit ewigen Zeiten gibt, sich aber nicht stark verändert hat. Reinigungszeiten basieren in der Regel auf festen Zeitabständen, die auf Basis von Berichten geschätzt werden. Mit Sensortechnik und Mobilgeräten ist es jetzt viel einfacher geworden, auf Basis gemessener Aktivitäten, umgehenden Feedbacks oder auf Anforderung der Gebäudenutzer, den Reinigungskräften Weisungen zu geben. So wird das Reinigen viel dynamischer und zielt auf die Bereiche, in denen es den meisten Einfluss auf die Kundenzufriedenheit hat. Dienstleister bekommen mehr Spielraum, die täglichen Arbeitsabläufe im Sinne des Kunden zu gestalten. Wir nennen dieses neue Dienstleistungs-Modell ergebnisorientierte Reinigung.

Ist es wirklich so einfach? Für die Nutzer ja. Für die Datenwissenschaftler nein. Ein variables Modell muss auch die Komplexität der Arbeit, die vertraglichen und die sonstigen Einschränkungen berücksichtigen. Es muss die Fähigkeiten, Werkzeuge, Arbeitsbelastung, Personalmangel und externe Faktoren, wie bspw. Wetterbedingungen etc. mit den gewünschten Ergebnissen und der Kundenzufriedenheit ausbalancieren. Die Datenwissenschaft kann dabei helfen, realistische Modelle zu bauen und diese zu automatisieren. Im Wesentlichen erstellt es aussagekräftige Informationen aus komplexen Datenschichten, um die Dinge für die Arbeiter vor Ort, die Gebäudenutzer und die Facility-Experten einfach zu machen.

Bei MCS arbeiten wir mit den Unternehmen zusammen, um sie vom Sensor zum Wert zu führen. Mit einem integrierten Team von Datenwissenschaftlern und Fachleuten, bieten wir Ende-zu-Ende Lösungen für intelligente Gebäude kombiniert mit Beratungsleistungen und Dateninterpretationen. Wenn Sie mehr über die Möglichkeiten erfahren möchten, zögern Sie nicht, uns für eine Demo anzusprechen. Wir würden uns freuen, von Ihnen zu hören.