Heutzutage stehen Gesundheitsdienstleister immer mehr Konkurrenten, gestiegenem Kostendruck, einer wachsenden Anzahl an älteren und chronisch kranken Patienten und sich verändernden regulatorischen und qualitativen Anforderungen gegenüber.

Die Gesundheitsreform fördert einen Trend von der mengen- zur wertorientierten Gesundheitsversorgung mit neuen „Netzwerk“-Bereitstellungsmodellen und nahtloseren Übergängen zwischen Pflegebereichen wie Krankenhäusern, ambulanten Patienten und häuslicher Pflege.

Patienten sind der Meinung, dass ihnen die beste Pflege zusteht, und fragen ihren Hausarzt um Rat oder suchen im Internet nach Patientenberichten und Qualitätsmetriken. In diesem Zusammenhang wird die Akkreditierung durch JCI oder NIAZ für die Krankenhausverwaltung immer mehr zum Qualitätslabel.

In dieser umkämpften Umgebung mit hohem Kostendruck ist das Betreiben eines Krankenhauses besonders komplex. Es erfordert mehr Transparenz bezüglich der Qualitäts- und Kostenparameter, damit eine datenorientierte Entscheidungsfindung und Prozessinnovation möglich ist.

Es ist keine einfache Aufgabe, die Qualität/Kosten-Gleichung zu verbessern: Krankenhäuser benötigen viel Energie und haben eine Infrastruktur mit den höchsten Fixkosten – viele haben auch eingebaute Ineffizienzen.

Was Facilitymanager machen können

Facilitymanager spielen bei der Umstellung eine Schlüsselrolle. Verbessertes Facilitymanagement kann beträchtliche Werte liefern und es gibt Herausforderungen in vielen Bereichen wie Ressourcen-, Service-, Flächen-, Energie- und Qualitätsmanagement. Facilitymanager, die sich hauptsächlich auf die Dienstleistungsbereitstellung konzentrieren, sollten die Zusammenarbeit verbessern und Strategien mit technischen Leitern gemeinsam ausrichten, um sicherzustellen, dass „weiche“ und „harte“ FM-Größen gut integriert sind.

Hier sind einige Möglichkeiten aufgeführt, wie FMs die Performance ihres Unternehmens verbessern können:

  • Sicherstellen, dass Gebäude auf dem neuesten Stand sind und effizient arbeiten
  • Verfolgen wichtiger Assets und medizinischer Ausrüstung in Echtzeit
  • Umstellen von reaktiver auf vorbeugende Wartung, um Risiken zu minimieren und die lebenslangen Ausrüstungskosten zu optimieren
  • Umstellen von festen Plänen und Terminen für die Dienstleistungsbereitstellung auf nutzungsbasiertes Facilitymanagement und vorausschauendes Reinigen
  • Unterstützen der Akkreditierung des Krankenhauses (z. B. durch Erfüllen der Anforderungen für permanenten Zugriff auf den Objektstandort mit verknüpfter Zustands- und Wartungshistorie)
  • Präsentieren eines Qualitätsimages zum Gewinnen von Patienten und Medizinpersonal (die besten Ärzte erwarten die besten Einrichtungen)
  • Verschaffen von Einblicken in die Flächennutzung, Zuordnen von verfügbaren Flächen und Flächenanforderungen, Optimieren der m²-Nutzung, Unterstützen von Umzügen
  • Verbessern der Energieeffizienz und Verringern des Abfalls
  • Steigern des Komforts von Patienten und Besuchern (z. B. Parkmöglichkeiten, Beschilderung, Klimaregelung)
  • Überwachen, Gewährleisten und Protokollieren der Qualität

Best Practice-Prozesse und Softwaresupport

Vorhandene Prozesse müssen in der gesamten Anlage untersucht werden, um Anpassungen für neue Anforderungen vorzunehmen und effizienter zu werden. Die Anforderung, sich an Best Practices auszurichten und Wirtschaftlichkeit zu zeigen, ist in Fällen von Mergern und einer Vergrößerung der Einrichtung sogar noch stärker.

Integrierte FM-Software kann dazu beitragen, die Standardisierung voranzutreiben, und kann Daten generieren, um bessere Einblicke in die Performance zu erhalten.

In Gesundheitseinrichtungen sollten FMs sich auf beste Prozesse konzentrieren, die mit regulatorischen und Akkreditierungsanforderungen einhergehen.

IoT-Technologie und Nutzungsdaten

Neue und erschwingliche Technologien für intelligente Gebäude ermöglichen es FMs, den Betrieb anhand der tatsächlichen Werte vor Ort zu verbessern.

Von der Beschilderung auf dem Grundstück über ausreichend Parkmöglichkeiten für Besucher bis hin zu nutzungsbasierter Reinigung durch Klicker an Badezimmern können viele intelligente Szenarien in der Gesundheitspflege eingesetzt werden.

Sehen wir uns einige Beispiele an.

Sensornetze verbessern den Komfort des Patienten durch die Steuerung von Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftqualität (CO2-Level). Sie können auch die Nahrungsmittelsicherheit verbessern, indem Kühlräume und die Hygiene bei der Nahrungsmittelzubereitung überwacht werden. Sensoren senden rechtzeitig eine Warnung, damit Sie Probleme erkennen und beheben können, bevor diese potenziell gefährlich werden. Indem sichergestellt wird, dass Nahrungsmittel bei richtigen Temperaturen gelagert werden, kann die Krankenhausverwaltung nicht nur die Lebensmittelqualität verbessern und das Risiko ungewollten Bakterienwachstums verringern, sondern auch die Haltbarkeit von Lebensmitteln verlängern und Abfall vermeiden.

Sensoren können eingesetzt werden, um Zustände zu überwachen und rechtzeitige Eingriffe zu ermöglichen, bevor Ausrüstung ausfällt. Positionsbestimmung in Gebäuden unterstützt FMs dabei, Objektstandorte und den Personenverkehr im Auge zu behalten.

Smart Meters messen den Energieverbrauch auf kleinster Ebene und können Warnungen ausgeben, wenn Abweichungen auftreten. Langfristig liefern die Daten Einblicke in das Verbrauchsverhalten. Sie steigern das Bewusstsein und sorgen für mehr Nachhaltigkeit in Gesundheitsorganisationen.

Sensoren ermöglichen auch ein Überwachen der Empfindungen durch Mikro-Umfragen: Facilitymanager können beispielsweise Kästen mit Smileys in Toiletten anbringen, damit Mitarbeiter und Besucher sofortige Rückmeldungen darüber geben können, wie zufrieden sie mit der Sauberkeit und Hygiene in dem Bereich sind.

Durch Sensoren erfasste Daten (Big Data) können außerdem in traditionelle Daten einer Facilitymanagementsoftware und andere Datenquellen integriert werden und bieten ein hervorragendes Potenzial zur Kostensenkung und Verbesserung der Nutzererfahrung.

Und wie sieht die Zukunft von FM im Gesundheitswesen aus?

Technologische Fortschritte krempeln die gesamte Gesundheitswesenbranche um. Das Facilitymanagement wird nachziehen und von den Möglichkeiten der neuen Technologien profitieren, um noch leistungsstärker zu werden.

Wir bei MCS kombinieren Domänenfachwissen und Beratung mit Best-Practice-Software und innovativen Technologielösungen. Wenn Sie mehr erfahren möchten, nehmen Sie Kontakt mit dem Team auf oder besuchen Sie uns auf der Health&Care der Flanders Expo in Gent vom 28. bis zum 30. September 2016.