Geben Sie Ihr Wartungsbudget da aus, wo es zählt: zustandsabhängige Wartung

Wie verhindern Sie den Verfall Ihrer Gebäude? Wie gewährleisten Sie die Verfügbarkeit Ihrer technischen Installationen? Und wie optimieren Sie den Einsatz Ihres Wartungsbudgets?

Die traditionelle Antwort lautet: vorbeugende Wartungsplanung. Dieser Ansatz hat jedoch einen Nachteil. Objekte können unterschiedliche Wartungsanforderungen aufweisen, die von den Nutzungsbedingungen oder den Lebenszyklen abhängen. Wenn Sie vorbeugende Wartung in vordefinierten Intervallen (zeit- oder nutzungsbasiert) planen, unternehmen Sie ggf. zu wenig (Risiken: schlechte Leistung, Ausfallzeiten und daraus resultierender Verlust) oder zu viel (hohe Kosten).

„Das ist alles schön und gut“, werden Sie denken, „aber woher weiß ich, wie viel genug ist?“

Zustandsbewertung

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Performance-Monitoring

Ziehen Sie die zustandsabhängige Wartung (CBM) in Betracht: CBM ist eine Wartungsstrategie, die den tatsächlichen Zustand eines Objekts nutzt, um zu entscheiden, welche Wartungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Wenn Sie ein CBM-Konzept anwenden, wird die Wartung nur bei Bedarf durchgeführt, d. h. wenn Anzeichen vorhanden sind, dass sich der Objektzustand verschlechtert oder dass eine Installation bald ausfallen wird (vorbeugende Wartung). Leistungsindikatoren können Daten aus Sichtprüfungen, geplanten Prüfungen, Messungen (z. B. Verbrauch) und dem Sensornetz umfassen. Die Zustandsdaten können in bestimmten Intervallen oder in Echtzeit erfasst werden.

Idealerweise erlaubt die zustandsabhängige Wartung dem Wartungspersonal, nur angemessene Maßnahmen an den entsprechenden Installationen durchzuführen, um so die Kosten für Ersatzteile, die Systemausfallzeiten und den Wartungsaufwand zu senken.

Natürlich sind auch Kosten damit verbunden, die Leistung zu überwachen und die erfassten Daten in umsetzbares Wissen umzuwandeln. Sie müssen also die Kosten gegen die potenziellen Vorteile abwiegen. Außerdem müssen Sie die Erfüllung gesetzlicher Auflagen berücksichtigen, die häufig zeitbasierte Inspektionen / Wartungsmaßnahmen erfordern.

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Technische Wartung: Risikobewertung

Bei technischen Installationen sollte der Wartungsansatz auf einer Risikomatrix basieren. Die Risikobewertung erfordert die Berücksichtigung von zwei Risikokomponenten: das Ausmaß des potenziellen Verlustes (z. B. die negativen Auswirkungen einer Fehlfunktion) und die Wahrscheinlichkeit, mit der dieser Verlust auftreten wird. Wenn der Objektzustand unzureichend ist (d. h. das Risiko übersteigt das, was das Unternehmen bereit ist, zu akzeptieren), kann eine Analyse der Hauptursache durchgeführt werden, um eine Entscheidung zu treffen (angepasstes Wartungsprogramm oder Austausch / Modifikation des Objekts).

Gebäudewartung: Zustandsbewertung und Schwerpunktsetzung

Gebäude haben längere Wartungszyklen und die Inspektionsintervalle können daher auch länger sein. Das Wartungskonzept sollte auf einer Zustandsbewertung (Basismessung) in Verbindung mit einer Prioritätsmatrix und einer Langzeitplanung zur Gebäudenutzung basieren. Dies kann durch eine regelmäßige Zustandsbewertung der ausgewählten Objekte unterstützt werden, wobei auch die Lebenszyklen der Objekte berücksichtigt werden sollten.

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Beurteilen Sie objektiv, was Sie haben

Unabhängig vom Kontext beginnt die Entwicklung eines Wartungskonzepts jedoch immer damit, dass Sie Ihre Objekte, deren Bedeutung für Ihr Unternehmen und deren aktuellen Zustand kennen müssen. Zur Beurteilung des Objektzustands ist eine unabhängige und auf Standards basierende Methodik erforderlich.

Für die Zustandsbewertung von Gebäuden und technischen Installationen ist die Norm NEN 2767 führend. Bei einer Inspektionsrunde wird jedes Objekt einer Sichtprüfung durch einen zertifizierten Prüfer unterzogen und erhält – abhängig von verschiedenen Parametern – eine Zustandsnote auf einer 6-Punkte-Skala. Die Wirtschaftlichkeit der Prüfungen kann durch mobile Anwendungen (wie myMCS Condition Assessment) auf Smartphones oder Tablets verbessert werden.

Die bei der Zustandsbewertung gesammelten Informationen können dann wie folgt verwendet werden:

  • Für einen Einblick in den aktuellen Zustand der Objekte und deren Mängel
  • Zur Durchführung der angemessenen Wartungsmaßnahmen an den entsprechenden Objekten
  • Zur Priorisierung wichtiger Objekte, um die erforderliche Zustandspunktzahl schneller zu erhalten
  • Zur Senkung der Wartungskosten für Gebäude mit niedriger Priorität
  • Zur Entwicklung eines realistischen, mehrjährigen Wartungsplans
  • Für bessere Budgettransparenz und -berechenbarkeit
  • Zur Ausarbeitung einer technischen Spezifikation mit KPIs / SLAs für professionelles Outsourcing der Wartungsdienste

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